Waldbrand am Kiliansberg

Alarmzeit:12.06.2003 - 22:30 Uhr
Ausrückezeit: 22:32 Uhr
Einsatzstichwort:Alarmstufe 3
Ort:Berchtesgaden

Am späten Abend des 12.06.2003 gingen bei der Polizeiinspektion Berchtesgaden mehrere Notrufe ein, dass ein Waldstück am Kiliansberg in der Unterau, nordöstlich von Berchtesgaden, in Flammen stehe. Die alarmierte Feuerwehr Berchtesgaden mit ihren Löschzügen Au und Maria Gern erkundete zunächst die Lage, bevor man sich entschied, aufgrund der nur sehr schwer zugänglichen Einsatzstelle die Feuerwehren aus Marktschellenberg, Königssee, Schönau, Bischofswiesen und Ramsau sowie die Bergwacht Berchtesgaden nachzufordern. Die über 130 Einsatzkräfte mussten durch das völlig unwegsame und steile Gelände eine Wasserversorgung mit mehreren hundert Metern Länge aufbauen und diese mit Wasser aus insg. sieben Tanklöschfahrzeugen speisen. Diese holten das Wasser wiederum sehr viel weiter unten im Tal. Die Feuerwehr Bad Reichenhall stellte hierzu schließlich ein Tanklöschfahrzeug mit mehr Fassungsvermögen zur Verfügung. Mit Hilfe der Bergwacht wurden Einsatzkräfte mitsamt einer Schlauchleitung bis zu 200m in die steile Felswand abgeseilt, um möglichst nahe an alle Glutnester und Brandherde zu kommen. Aus dem Tal erfolgte stets die Kontrolle aller weithin sichtbaren Glutnester und Brandstellen. Durch das schnelle Eingreifen der Wehrleute konnte bereits zu Beginn der Löscharbeiten ein Übergreifen des Feuers auf den über der eigentlichen Brandstelle gelegenen Nutzwald verhindert werden.

Ab Freitag Früh wurden die Löscharbeiten durch einen Hubschrauber des Grenzschutzes mit Außenlastbehälter unterstützt. Ein Hubschrauber der Polizei beobachtete die Glutnester aus der Luft. Um das bereits über Stunden eingesetzte Personal zu entlasten, beschloss man am Mittag des 13.06., die Partnerfeuerwehr Hallein mit ihrem Löschzug Bad Dürrnberg sowie die Werkfeuerwehr der Firma M-Real aus Hallein mit ca. 25 Feuerwehrmännern und u.a. drei Tanklöschfahrzeugen anzufordern. Von der Bundeswehr wurde zusätzlich der Einsatz einer Hochleistungs-Wärmebildkamera zur Suche nach den unterirdischen Glutnestern angeboten. Die Bergwacht wurde zusätzlich durch die Kollegen aus Marktschellenberg verstärkt. Die Verpflegung der Einsatzkräfte wurde durch das Rote Kreuz und die Feuerwehr Berchtesgaden sichergestellt. Insgesamt wurden bei dem Brand, der vermutlich durch einen Blitzschlag verursacht wurde, eine Fläche von über 1.500 qm Gebüsch, Gras und Bäume vernichtet.

Am Samstag war die Feuerwehr Berchtesgaden erneut am Einsatzort, um die Brandstelle erneut zu kontrollieren und die Schlauchleitung abzubauen, die zur Sicherheit an der Einsatzstelle verblieben war.

© 2003 - Feuerwehr Berchtesgaden, Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit
Text: Th. Pfnür
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